Freitag, 13. Juli 2018

Redebeitrag - Der AfD den Flügel stutzen - 22.06.2018 - Schnellroda

Am 22.06.2018 hat Kubitschek im Vorfeld des sog. Flügeltreffens der AfD in Burgscheidungen nach Schnellroda geladen. Wir haben uns dem Protest des Kollektivs IfS-dichtmachen angeschlossen und dokumentieren hier unseren Redebeitrag.


Lieber Hans, lieber Thomas, lieber Rick, liebe weiße, deutsche, heterosexuelle Männer mit Lebenserfahrung:

Es ist ein Elend, wie ihr in letzter Zeit von Ort zu Ort ziehend immer wieder mit dem selben regressiven Kram nervt. Klar, viel mehr nervt uns, welchen Einfluss ihr auf Bundes- und Landespolitik nehmt, weil bürgerliche Parteien vor euch Scheinriesen Angst schieben. Es nervt zu sehen, dass euer schwammiges Hokus-Pokus-Gefasel von irgendeiner Kultur oder Volksgemeinschaft und eure ständige Paranoia dahingehend Früchte tragen, dass weiter großes Schweigen über Armut und Reichtum in diesem Land herrscht.
Euch ist es zu Verdanken, dass aufgeblasene Bonzen irgendwelche belanglosen Kommentare zu Burka-Debatten abgeben können und kein Wort dazu verlieren müssen, wie wir den Pflegenotstand überwinden können.
Dass über Sexismus im Islam diskutiert wird während das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen in Deutschland immernoch unangetastet bleibt.

Ich breche die Liste eurer "Erfolge" an dieser Stelle ab. Denn nun wollt ihr auch noch in die Kommunalpolitik drängen.
Abgesehen von eurem Verlangen nach Ressourcen und eurer Absicht zu nerven, was ihr hochtrabend "Sabotage" nennt, habt ihr mittelfristig wohl zwei zentrale Anliegen:

Ihr wollt unsere migrantischen Freund*innen vertreiben und ihr wollt an unsere Freiräume.

Unsere Freiräume entstehen nicht wie bei den neuen alten Rechten durch die Finanzierung aus Töpfen von AfD und keinProzent, welche sich wiederum aus Steuergeldern und Spenden großer Firmen-bosse speisen, sondern aus unserer eigenen substanziellen sowie inhaltlichen Aufbauarbeit.
Stellt euch die Frage warum junge Menschen seit Jahrzehnten aus den Dörfern und Kleinstädten wegziehen. Alles auf Arbeitsplätze zu schieben ist zu kurz gedacht. Wer junge Menschen in der Region halten will, der muss dafür sorgen, dass sie hier nicht nur arbeiten sondern auch leben können. Mit den jüngsten Angriffen konservativer und faschistischer Kräfte auf diese Freiräume werden Orte bedroht, in denen eben dieses Leben für junge Menschen möglich ist.
Und wer junge Menschen in der Region halten will, sollte sie nicht nach rassistischen Kriterien aussieben!

Ich stehe hier in Solidarität mit einem meiner geflüchteten Freunde, der als Altenpfleger Überstunden schiebt und damit täglich mehr für die Menschen in diesem Land tut als irgendein AfD-Parteibonze, Nazi-Hipster oder neurechter Ziegenbesitzer.
Euch sei also gesagt, dass wir weder unsere Freiräume, noch unsere migrantischen Freunde kampflos aufgeben werden und dass wir überall dort den Anfängen wehren werden, wo ihr sie bedroht!

Montag, 4. Juni 2018

Mobi-Vortrag zum Ende des NSU-Prozesses - 14.06.2018



Die Gruppe "NSU-Komplex auflösen Halle" wird zum Tag der
Urteilsverkündung auf die Straßen gehen. Wie und weshalb wir dem von Gericht und Bundesanwaltschaft ersehnten Schlussstrich unter die Aufdeckung von Neonazistrukturen und staatlichem Rassismus, einen lauten und starken Protest entgegensetzen werden, könnt ihr bei unserem nächsten Mobi-Vortrag erfahren. Am 14.6. werden wir im Europahaus Querfurt um 19h auf die Kritik am NSU Prozess, die Plädoyers der Nebenklage und die geplanten Protest-Aktionen hinweisen. Kommt vorbei, informiert euch, schließt euch an.



14.06.2018 - 19Uhr
Europa-Haus Querfurt
(Obhäuser Weg 6)

Aufruf zur Aktion an Tag X

In Gedenken an:

Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter

Vor über 5 Jahren, am 6. Mai 2013, begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Schultze. Nach über 420 Verhandlungstagen wird voraussichtlich im Juni oder Juli ein Urteil im NSU-Prozess fallen.

In diesen 420 Verhandlungstagen wurde von der Bundesanwaltschaft (BAW) das Bild eines isolierten Terror-Trios mit einigen wenigen Unterstützer*innen gezeichnet. Sie verweigerte den Blick auf die Verstrickungen staatlicher Behörden und weiterer Unterstützer*innen im NSU-Komplex. Und das, obwohl die Recherchearbeit der Nebenklage und zwölf Untersuchungsausschüsse erdrückende Hinweise zum V-Leute Netzwerk, der vorsätzlichen Vertuschung durch Verfassungsschutzämter oder auch dem „Fall Temme“ lieferten. Ebenso wurden die rassistischen Schikanen, welchen die Angehörigen der Opfer des NSU durch Polizei und Ermittlungsbehörden ausgesetzt waren, nicht aufgearbeitet. Die Familie des ersten Opfers Enver Şimşeks, beispielsweise, wurde über 11 Jahre lang verdächtigt den eigenen Vater ermordet zu haben. Statt die Relevanz dieser Hinweise anzuerkennen versuchte die BAW in ihrem Plädoyer mit der Forderung nach harten Strafen gegen die 5 Angeklagten, allem Zweifel an
Ihrem Willen zur Aufarbeitung den Wind aus den Segeln zu nehmen und weitere Nachfragen zu unterbinden. Auch das Gericht zeigte kein Interesse den zahlreichen Hinweisen auf ein umfassendes Netzwerk aus Neonazis, V-Leuten und staatlichen Mitarbeiter*innen nachzugehen, sondern lehnte zahlreiche Beweisanträge der Nebenklage im Verlauf des Prozesses ab und damit auch einen genauen Blick auf das Fehlverhalten
von Polizei und Verfassungsschutzämtern. Es sollte ein schnelles Urteil her, und mit diesem Urteil soll ein Schlussstrich gezogen werden.

Ein Schlussstrich nicht nur unter den Prozess, sondern auch unter die kritische Betrachtung des rassistischen Normalzustands innerhalb des Polizeiapparates und der gesamtdeutschen Gesellschaft. Denn nicht nur an en NSU-Tatorten, sondern auch in Sachsen-Anhalt und Halle werden nahezu täglich Menschen, die nicht in das Weltbild von Neonazis, Neurechten, (und) Rechtspopulist*innen und Abendlandverteidiger*innen passen
angegriffen und bedroht. Im gesellschaftlichen Klima der
Fremdenfeindlichkeit und der rückwärtsgewandten Ablehnung vielfältiger und freiheitlicher Gesellschaftsentwürfe finden rechte Täter*innen Rückhalt und Rechtfertigung. Staatliche Ermittlungsbehörden wollen meist die politische Motivation hinter diesen Taten und nicht anerkennen, sondern die Angriffe auf „persönliche Motive“ reduzieren. Wir stellen uns gegen diese Ignoranz gegenüber rechter Gewalt.

Deshalb unterstützen wir den Aufruf der Kampagne „Kein Schlussstrich“ zur Demonstration und weiteren Aktionen zum Tag der Urteilsverkündung in München und werden selbst auf die Straße in Halle ziehen. Gleichzeitig werden quer durch die Bundesrepublik dezentrale Aktionen stattfinden, um dem Ausruf und gleichermaßen der Forderung „Kein Schlussstrich“
Nachdruck und Öffentlichkeit zu verleihen.

Gemeinsam wollen wir am Tag der Urteilsverkündungdie unzureichende politische und juristische Aufklärung des NSU-Komplexes und die offensichtliche Verstrickung staatlicher Behörden anprangern. Wir wollen für einen angemessenen Umgang mit den Angehörigen der Opfer und für eine
öffentliche Erinnerungskultur eintreten. Gemeinsam wollen wir an diesem Tag deutlich machen: Mit uns wird es keinen Schlussstrich geben! Viel mehr muss die Aufklärung des NSU-Komplexes, die breite gesellschaftliche Kritik an rassistischer Gewalt, institutionellem und alltäglichem Rassismus sowie der Kampf für eine Gesellschaft der Vielen über das Ende des Prozesses hinaus gehen.

Kommt mit uns am Tag X auf die Straße und zeigt euch solidarisch mit den Opfern rechter Gewalt.

Dienstag, 8. Mai 2018

Demobericht - Was ist das für 1 Mai? #1maiqft

Unter dem Motto "Was ist das für 1 Mai? - Grenzenlose Solidarität statt nationaler Spaltung" hatten wir für den 1. Mai 2018 nach Querfurt mobilisiert. Und diese Solidarität haben wir bekommen! 
Gerade im Anbetracht der anderen in Mitteldeutschland stattfindenden antifaschistischen Proteste hätten wir nicht damit gerechnet, dass sich über 200 Leute an unseren Kundgebungen beteiligen würden, von denen sich auch noch gut die Hälfte spontan entschlossen den AfD-Aufmarsch von zwei Seiten zu blockieren. 
Mit allen Menschen, die diese Form des zivilen Ungehorsams gewählt haben möchten wir uns ausdrücklich solidarisch erklären und freuen uns sehr, beispielhaft von einer Situation berichten zu können, in der eine ältere Frau aus Querfurt den zumeist jüngeren Menschen, die in der Blockade am Dreieck gekesselt und festgehalten wurden, Kuchen vorbeibrachte. Oder von anderen Leuten, die Trinkwasser für die Eingekesselten besorgten.
Genau diese Solidarität aller friedlichen Aktionsformen wünschen wir uns! 
Bedanken wollen wir uns auch bei den Leuten, welche die beiden Blockaden spontan anmeldeten und die rechtliche Schritte prüfen wollen, weil die Polizei den gekesselten Menschen in den Blockaden stundenlang verwährte einzeln auf Toilette zu gehen. 
Dass die Polizei versuchte die AfD von uns zu trennen verstehen wir. Was wir nicht begreifen ist, warum diejenigen, die sich am Dreieck zuerst auf die Straße begaben, mit überzogener Gewalt gestoppt wurden. 
Wir sind sehr froh darüber, dass diejenigen, die von der Polizei geschlagen und getreten wurden inzwischen wieder wohl auf sind. Ihnen an dieser Stelle noch einmal solidarische Grüße!

Eigentlich hatten wir mit ziemlich bürgerlichem Faschismus gerechnet. So hatten Neonazis aus Querfurt und Umgebung zum 1. Mai nach Erfurt mobilisiert. Doch welche erneute Annäherung es dann in Querfurt zwischen extrem rechten AfD-Politikern und extremen Rechten anderer Couleur zu beobachten gab, zeigte uns wieder mal, warum unser Auftreten hier so deutlich sein musste.
Womit die AfD gerechnet hat wissen wir nicht, aber ein "Bratwurst-essen-gegen-Rechts" haben wir ihnen nicht gegeben. Während die AfD Grundrechte für Migrantinnen und Migranten weiter aushöhlen wollte, haben wir mit zivilem Ungehorsam diese Grundrechte friedlich verteidigt. Da kann sich die AfD auf den Kopf stellen- Gewalt ging am 1. Mai 2018 in Querfurt nur von der Polizei und der AfD aus, deren Führungsfiguren zum Durchbruchsversuch in Richtung Dreieck anstachelten und deren Anhängerschaft, die teilweise Journalistinnen und Journalisten bedrohte und im Schießgraben auf einen Gegendemonstranten losging, der glücklicherweise unverletzt blieb

Die Erfolge die wir aber ganz klar sehen, wenn wir diesen Tag auswerten, möchten wir hier noch einmal aufzählen:
  1. Trotz einiger unübersichtlicher Momente und Gewalt von Seiten der Polizei und der AfD waren wir entschlossen, solidarisch und haben uns nicht einschüchtern lassen. 
  2. Die AfD wurde in ihrem Zeitplan massiv gestört und musste eine deutlich kürzere und unattraktivere Route laufen, was dazu führte, dass viele ihrer Anhängerinnen und Anhänger an der Abschlusskundgebung gar nicht mehr teilnahmen. Außerdem hatten sie dadurch deutlich weniger Raum um Menschengruppen ihre Grundrechte abzusprechen. 
  3. Wir waren mehr. Im Gegensatz zur AfD kommt es uns zwar eher darauf an, dass unser Protest eine Wirkung erzielt und deswegen haben wir es auch nicht nötig die Zahlen auf Seiten der Rechten herunterzuspielen. Aber dass wir nur "80 Demokratiefeinde" waren, wie in manchen Kommentarspalten behauptet wird, dem können wir getrost widersprechen. Dass die Rechten unsere Teilnehmerzahlen so massiv herunterspielen liegt entweder daran, dass sie wirklich angefressen waren von ihrer festgefahrenen Lage oder daran, dass einige von ihnen gar nicht realisiert haben, dass sie von zwei Seiten blockiert wurden.

Ein Wort noch zu den Antifaschistinnen und Antifaschisten in Querfurt, die Blockaden als Mittel des zivilen Ungehorsams kritisch sehen:
Sie sind gleichzeitig deutlich, wirksam, und friedlich.
Auch in Querfurt leben migrantische und andere Menschen, die ins Feindbild der AfD passen, die durch deren Aufmärsche enorme psychische Bedrohungen erfahren. Diese Menschen gilt es zu schützen. Und die Raumnahme der AfD für ihre Propaganda-Zwecke gilt es ebenfalls zu verhindern. Als Opfer würden sie sich auch noch inszenieren, wenn sie in der deutschen Regierung sitzen würden.

Zum Schluss noch solidarische Grüße an alle Menschen, die zeitgleich mit uns in Chemnitz, Erfurt und andernorts nationalistischen und völkischen Aufmärschen getrotzt haben!

Bleibt aktiv, bleibt vernetzt und bleibt solidarisch! Wir sehen uns auf der Straße.


Pressespiegel:
  • 02.05.2018 - Störungsmelder -  AfD und Neonazis: Hass statt Bürgerlichkeit - https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2018/05/02/afd-und-neonazis-hass-statt-buergerlichkeit_26295 
  • 02.05.2018 - Belltower News - 1. Mai: Großer Protest gegen rechtsextreme Demos und AfD-Politiker in Gewahrsam - http://www.belltower.news/artikel/demos-am-ersten-mai-13612
  • 03.05.2018 - Mitteldeutsche Zeitung -  Rechter Gleichschritt Neonazis laufen bei AfD-Demo in Querfurt mit - https://www.mz-web.de/30109822
  • 04.05.2018 - Mitteldeutsche Zeitung -  AfD-Demo in Querfurt Hallenser erhält zahlreiche Morddrohungen – weil er filmt - https://www.mz-web.de/30117866
  • 16.05.2018 - Mitteldeutsche Zeitung - AfD-Demo am 1.Mai in Querfurt Polizei ermittelt nach Morddrohungen - https://www.mz-web.de/30408596
  • 16.05.2018 - Der rechte Rand - Rechtsradikale auf den Straßen Ostdeutschlands - http://www.der-rechte-rand.de/archive/3145/1_mai_2018/ 
    Polizei ermittelt nach Morddrohungen – Quelle: https://www.mz-web.de/30408596 ©2018
    Polizei ermittelt nach Morddrohungen – Quelle: https://www.mz-web.de/30408596 ©2018
    Polizei ermittelt nach Morddrohungen – Quelle: https://www.mz-web.de/30408596 ©2018Po
    AfD-Demo am 1. Mai in Querfurt Polizei ermittelt nach Morddrohungen – Quelle: https://www.mz-web.de/30408596 ©2018
    AfD-Demo am 1. Mai in Querfurt Polizei ermittelt nach Morddrohungen – Quelle: https://www.mz-web.de/30408596 ©2018
    AfD-Demo am 1. Mai in Querfurt Polizei ermittelt nach Morddrohungen – Quelle: https://www.mz-web.de/30408596 ©2018
    AfD-Demo am 1. Mai in Querfurt Polizei ermittelt nach Morddrohungen – Quelle: https://www.mz-web.de/30408596 ©2018
    AfD-Demo am 1. Mai in Querfurt Polizei ermittelt nach Morddrohungen – Quelle: https://www.mz-web.de/30408596 ©2018
    
Videos:
    
Weitere Infos:

Sonntag, 29. April 2018

Was ist das für 1 Mai? - Grenzenlose Solidarität statt nationaler Spaltung!

Am 1. Mai 2018 wollen Vertreter des faschistoiden Flügels der AfD und der ihm nahestehenden Patriotischen Plattform eine Demonstration durch Querfurt führen. Dabei ist ihr Ziel unter dem Motto "Die soziale Volkspartei" den internationalen Kampftag der Arbeiter*innen-Bewegung zu vereinnahmen und sich gegenüber Lohnabhängigen als "Kümmerer" zu präsentieren. Erkennbar ist eine weitere Annäherung an die offen neonazistische NPD, welche sich selbst als "soziale Heimatpartei" bezeichnet.

Dass Neonazis versuchen, den 1. Mai zu vereinnahmen ist in der Bundesrepublik nicht neu, folgen sie doch seit langem der Strategie, die die Nationalsozialist*innen im Dritten Reich bereits betrieben: ihm als "Tag der Deutschen Arbeit" seinen revolutionären und internationalistischen Ursprung auszutreiben. Seit dem 1.Mai 2017 versucht dies nun auch die AfD.

Es ist zu erwarten, dass die vier angekündigten Redner die Soziale Frage in ihren Beiträgen wie üblich zu einer Frage der Migration herunterbrechen werden.

Verwunderlich ist das nicht, stehen sie doch in der langen Tradition der Gegner*innen des progressiven und emanzipatorischen 1. Mais, denen im Laufe der Jahrzehnte alle Verbesserungen für die Lohnabhängigen mit Arbeitskämpfen abgetrotzt werden mussten und die Verbesserungen nur zuließen, um linken Massenbewegungen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Den Acht-Stunden-Tag z.B. verdanken wir nicht Tillschneider oder seinen geistigen Vorgängern und Vordenkern der sogenannten "Konservativen Revolution". Deswegen ist es unser Ziel, den Rechten nicht die Straßen zu überlassen und gleichzeitig solidarische Alternativen aufzuzeigen.

Der 1. Mai muss der Tag derer sein, die die Gesellschaft zum Positiven hin verändern wollen und nicht derer, deren Antworten zu jedem Problem auf das Abschotten gegen das Fremde hinauslaufen.
Lasst uns also am 1. Mai solidarisch zusammenstehen gegen diese braune Front.
Der 1. Mai muss unser sein!


Anreise
Halle(Saale) -> Querfurt
12:45Uhr Bahnhofsvorplatz Halle(Saale)
https://www.facebook.com/events/168505670647418/

Ablauf
12:30Uhr - 13:30Uhr KüfA im Wahlkreisbüro von Kerstin Eisenreich
14Uhr Kundgebeungen von "Die Linke" und "Querfurt für Weltoffenheit"
16Uhr Band "The Running Board Driver" (https://www.facebook.com/TheRunningBoardDriver/) auf der Kundgebung "Die Linke"
17Uhr - 19Uhr KüfA im Wahlkreisbüro von Kerstin Eisenreich

Karten
 

Link: https://goo.gl/4JzCnp

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Mittwoch, 18. April 2018

FLUCHT//ASYL - 03.05.2018




Seit dem Sommer 2015 ist viel in der europäischen und deutschen Migrationspolitik passiert. Wie schon Anfang der 1990er Jahre gab es ein Aufflammen rassistischer Gewalt und ein erstarken rechter Parteien, was von den meisten bürgerlichen Parteien der "Mitte" mit Eingeständnissen, also Verschärfungen im Asylrecht beantwortet wurde. Doch vielerorts finden sich weiterhin Menschen zusammen, die Solidarität mit Geflüchteten organisieren. Eine Initiative, die im Saalekreis und besonders in Merseburg aktiv ist, ist das "Cafe Internationale".
Am Donnerstag, den 03.05.2018 um 19 Uhr werden ReferentInnen des Cafe Internationale im querfurter Europahaus (Obhäuserweg 6, 06268 Querfurt) über folgende Inhalte sprechen:
1. Vorstellung der Arbeit im Cafe Internationale
2. Asylrecht und neuste Änderungen+ Einfluss auf unsere Arbeit
3. Input zu Lebensmittelgutscheinen Damals und Heute
4. Lebensalltag und Auswirkungen der Gutscheine für Betroffene
5. bisherige Aktionen und zukünftige Aktionen

Im Anschluss wird es Raum für Fragen und Diskussion geben.

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Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen. Das gilt ebenso für Personen, die rechtsradikale Symbolik und Bekleidungsmarken zur Schau stellen.

Donnerstag, 29. März 2018

Bericht zur Kundgebung "Kommunalpolitik ohne Menschenfeindlichkeit" in Schnellroda am 28.03.2018


"Ruhig Brauner!" mussten wir heute nicht sagen. Weder die Dorfnazis der Region noch die Nazi-Hipster der IB Halle waren heute im Schäfchen. Hans Tillschneider hatte nur etwa 10 AfD-Linientreue Leute zu seinem Bürgerforum mobilisieren können, darunter Felix Koschkar, Rick Heinze, Lydia Funke und Hannes Loth. Hinzu kamen 5 Bürger*innen, davon zwei Gemeinderäte, von denen uns einer noch vorm Schäfchen zusichterte, er würde sich nicht konvertieren lassen. Kositza joggte im Regen kurz zu uns um unsere Banner zu begutachten und kehrte dann sofort nach Hause zurück.
Götz sahen wir gar nicht, obwohl Thomas ihn holen ging. Hans versicherte uns auf Nachfrage, er werde später noch hinzukommen und nickte ganz eifrig. Wir konnten trotz kurzer Mobilisierungsphase und mitunter starkem Regen immerhin 13 Leute zusammenbringen und wollen allen für das Durchhalten Danke sagen.
Wir freuen uns auf das Festival am 21.04.2018 und werden in Schnellroda und anderswo weiter nach den Rechten sehen.

Hier ist der Link zur Veranstaltung: 

Montag, 26. März 2018

Für (Kommunal-)Politik ohne Menschenfeindlichkeit! - 28.03.2018

Nachdem die AfD nun in diversen Landesparlamenten und im Bundestag beweisen konnte, dass sie eine Einthemenpartei ist und ihre Abgeordneten wenig von parlamentarischer Arbeit verstehen, will diese nun in die Kommunalpolitik vordringen. Da sie dafür nicht genug MitgliederInnen haben, wollen sie auch Parteilose über ihre Liste zur Wahl aufstellen. Soll bedeuten, dass die selbsternannte "Volkspartei" personell gar nicht mal so gut aufgestellt ist und sie deshalb beliebige "WutbürgerInnen" aufstellen wollen. Dies zeigt, dass die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei Nazis im Generellen und bei der AfD besonders weit auseinander klafft. Tillschneider selbst sagt, dass dies gar nicht ihr Politikfeld sei[1], sie jedoch für die Menschen vor Ort spürbar seien und Kommunalpolitik dort sabotieren wollen, wo es in den Kram passt.

Da wir eine andere Vorstellung vom Zusammenleben haben, rufen wir für den 28.03.2018 um 18 Uhr zum Protest in Schnellroda auf. Wir wollen der AfD zeigen, dass sie nicht willkommen ist. Weder auf Bundes-, Landes- noch auf kommunaler Ebene.
Für (Kommunal-)Politik ohne Menschenfeindlichkeit!

[1] https://www.mz-web.de/saalekreis/aufruf-zur-sabotage-afd-kreis-chef-tillschneider-skizziert-seine-plaene-29791432