Mittwoch, 23. September 2020

(DIGITAL) ERINNERN HEISST VERÄNDERN - 10.10.2020 - Rittergut Blösien

 


Regionales Vernetzungstreffen für ein digitales Erinnerungsprojekt im südlichen Sachsen-Anhalt.


Als Bündnis beschäftigen wir uns nun schon seit mehreren Jahren thematisch mit der Geschichte unserer Region im Nationalsozialismus und mit Gedenkformaten zu den Opfern. Wir nahmen den 75. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus als Anlass dies etwas intensiver zu tun und dachten uns, inspiriert von Projekten wie „gedenkplätze.info“ und “Verbrannte Orte”, wir sollten die Möglichkeit nutzen die lokalen Vereine und Initiativen, die sich mit dem Thema beschäftigen zusammen zu bringen und gemeinsam an einem digitalen Gedenkformat für die Region zu arbeiten. Deshalb haben wir uns entschieden am 10.10.2020 im Rittergut Blösien eine Vernetzungsveranstaltung zu organisieren. Ziel ist es ab dem nächsten Jahr gemeinsam ein wachsendes Erinnerungsprojekt für den Süden Sachsen-Anhalts aufzubauen, das wir dann gemeinsam mit Inhalten füllen.


Wir haben im Vorfeld bereits ein Python-Script entwickelt mit dessen Hilfe wir Inhalte automatisiert auf den gängigsten Social-Media-Kanälen (Facebook, Instagram, Twitter, Telegram) in Form von #onthisday-Posts (#andiesemtag-Posts) verbreiten können und uns mit Onlinekarten zur Darstellung von Gedenkorten beschäftigt.

 

Wir bitten um Rückmeldung da wegen der Eindämmungsmaßnahmen der COVID-19-Pandemie nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmer*innen möglich ist.

Anmeldung über: querfurt.fuer.weltoffenheit@gmail.com
 
Infos:
Datum: 10.10.2020
Start: 13 Uhr
Ende: 19Uhr
Ort: Rittergut Blösien, Teichstraße 4A, 06217 Merseburg


Timetable

  • 13 Uhr: Eröffnung und Vorstellung des Vorhabens 
  • 13:20 Uhr: Vorstellungsrunde der Initiativen/Vereine 
  • 13:45 Uhr: Vortrag zum Thema Digitales Erinnern und Open Knowledge (Verbrannte Orte) 
    • Wir stellen verschiedene Formen des digitalen Erinnerns vor. 
    • Wir berichten von unseren eigenen Erfahrungen. 
    • Wir erklären, warum wir OpenSource, OpenData und OpenKnowledge eigentlich so toll finden. Natürlich erklären wir auch was das überhaupt ist. 
    • Wir gucken über den Tellerrand und schauen wie woanders mit neuen Medien umgegangen wird. 
    • Referent*innen: “Verbrannte Orte” 
  • 14:45 Uhr: Pause 
  • 15:15 Uhr: Erarbeitung gemeinsamer Arbeitsstrukturen 
    • Definition der Ziele 
    • Absprache zur Umsetzung 
    • Verteilung der Aufgaben 
  • 16 Uhr: Arbeitsgruppen 
    • Erarbeiten der Grundlage für Workshops/Schulprojekttage zum Projekt (mit Beratung durch “Verbrannte Orte”)
      • Denkbare Formate 
        • Actionbounds 
        • Produktion von Audiobeiträgen oder einem digitalem Stadtrundgang 
        • Produktion von Foto/Video-Inhalten 
        • Erstellung der #otd #andiesemtag Posts auf Grundlage von lokalen Recherchen 
        • Historycraft zu lokalen historischen Orten 
    • Erarbeiten des gemeinsamen Auftritts 
      • Name des Auftritts, Logo Ideen 
      • Online-Karte 
      • Darstellungsform 
      • dargestellte Inhalte 
      • Arbeitsteilung 
      • Twitter, Instagram, Facebook, Telegram 
  • 17:30 Uhr Pause 
  • 18 Uhr: Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und im Anschluss Raum zur Vernetzung


Sonntag, 23. August 2020

Singt ojf Jiddisch! – Jiddische Lieder & Geschichten – 05.09.2020

 

Eine humorvolle Einführung in die jiddische Musik, Sprache und Kultur. Olaf Ruhl (1964) aus Berlin-Lichtenberg ist Theologe und jiddischer Musiker. Seit 2007 tritt er mit seinem Programm „Singt ojf Jiddisch! – Jiddische Lieder & Geschichten“ auf. Es ist ein buntes Programm, das eine unterhaltsame Einführung in die jiddische Musik, Sprache und Kultur bietet. Lieder und Geschichten im jiddischen Original, gespielt auf Akkordeon oder Gitarre, werden mit Übersetzungen und Anekdoten dem Publikum nahe gebracht. Olaf Ruhl entführt seine Zuhörer sensibel und mit Humor in eine berührende Kultur ohne jemals den Zeigefinger zu heben.

Bitte beachtet die Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19.


Infos:
Einlass: 20 Uhr
Ort: RATS - Kulturzentrum Obhausen, Am Bahnhof 3, 06268 Obhausen

Infektionsschutzmaßnahmen:
  1. Das Betreten der Veranstaltungsfläche ist nur mit Mund-Nasen-Abdeckung (textile Barriere, nicht medizinische Alltagsmaske) gestattet. Das Abnehmen der Mund-Nasen-Abdeckung ist nach Erreichen des Sitzplatzes möglich, sofern dies den weiteren Regelungen nicht entgegensteht.
  2. Zur Ermöglichung der Nachverfolgung eventueller Infektionen muss sich jede Person in Anwesenheitslisten eintragen. Diese liegen am Eingang bereit. Hierbei ist zwingend anzugeben: Vor & Nachname, vollständige Anschrift, Telefonnummer. Die Listen müssen über eine Dauer von vier Wochen von den Veranstaltenden aufbewahrt werden und sind dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen auszuhändigen. Nach spätestens zwei Monaten müssen die Listen vernichtet werden.
  3. Bitte achten Sie zwingend auf Husten- und Niesetikette. Hier gilt Armbeuge statt Hand. Bei erkennbaren Symptomen einer COVID-19-Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen ist dem Angebot fernzubleiben. Kontaktieren Sie Ihren zuständige*n Arzt/Ärztin zur Abklärung.
  4. Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern Abstand zu anderen Personen sind im Gebäude und im Außenbereich einzuhalten. Wo dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Sanitär- und andere Räume mit räumlicher Enge sind ausschließlich von einer Person zu betreten. Ansammlungen von Personen (z.B. Wartebereiche) sind zu Vermeiden. Durch die Veranstaltenden werden vormarkierte Flächen mit breiten Gängen angelegt, je Haushalt/Gruppe/Anmeldung wird ein Feld zur Verfügung gestellt.
  5. Wo möglich, sind Türen offen zu lassen, um mögliche Infektionswege, durch Betätigen der Türklinken, zu vermeiden. Tische, Tür- und Fensterklinken und andere Oberflächen, die von wechselnden Personen genutzt werden, sind zu reinigen / desinfizieren. Die Verantwortung hierüber liegt bei den Veranstaltenden. Die erfolgte Reinigung ist jeweils zu dokumentieren.
  6. Eine Picknickdecke, offene Speisen und Getränke müssen selbst mitgebracht werden. Speisen und Getränke sind nur zum Selbstverzehr gestattet und dürfen nicht andere Personen weitergegeben werden.

Freitag, 21. August 2020

Sommerkino - Female Pleasure - 04.09.2020

 

Auf dem Instagram-Account des "RATS - Kulturzentrums Obhausen" (https://www.instagram.com/ratsobh/) läuft bis zum 04.09. eine Kampagne zum Thema Sexismus, sexualisierster Gewalt und sexueller Belästigung mit dem Titel “talking about - sexism, awareness and experiences”. Als Abschluss ihrer aktuellen Kampagne führen wir gemeinsam am 04.09.2020 im “RATS - Kulturzentrum” den Film “Female Pleasure” vor.

Bitte beachtet die Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19.


Infos:
Film: Female Pleasure
Trailer: https://www.x-verleih.de/filme/female-pleasure/
Einlass: 21 Uhr
Start: 21:30 Uhr
Ort: RATS - Kulturzentrum Obhausen, Am Bahnhof 3, 06268 Obhausen

Infos zum Film:

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm „#Female Pleasure“ . Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstoßen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.
„#Female Pleasure“ ist ein Film, der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann. Der Film von Barbara Miller („Forbidden Voices“) ist ein Plädoyer für das Recht auf Selbstbestimmung und gegen die Dämonisierung der weiblichen Lust durch Religion und gesellschaftliche Restriktionen.
 



Infektionsschutzmaßnahmen:
  1. Das Betreten der Veranstaltungsfläche ist nur mit Mund-Nasen-Abdeckung (textile Barriere, nicht medizinische Alltagsmaske) gestattet. Das Abnehmen der Mund-Nasen-Abdeckung ist nach Erreichen des Sitzplatzes möglich, sofern dies den weiteren Regelungen nicht entgegensteht.
  2. Zur Ermöglichung der Nachverfolgung eventueller Infektionen muss sich jede Person in Anwesenheitslisten eintragen. Diese liegen am Eingang bereit. Hierbei ist zwingend anzugeben: Vor & Nachname, vollständige Anschrift, Telefonnummer. Die Listen müssen über eine Dauer von vier Wochen von den Veranstaltenden aufbewahrt werden und sind dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen auszuhändigen. Nach spätestens zwei Monaten müssen die Listen vernichtet werden.
  3. Bitte achten Sie zwingend auf Husten- und Niesetikette. Hier gilt Armbeuge statt Hand. Bei erkennbaren Symptomen einer COVID-19-Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen ist dem Angebot fernzubleiben. Kontaktieren Sie Ihren zuständige*n Arzt/Ärztin zur Abklärung.
  4. Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern Abstand zu anderen Personen sind im Gebäude und im Außenbereich einzuhalten. Wo dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Sanitär- und andere Räume mit räumlicher Enge sind ausschließlich von einer Person zu betreten. Ansammlungen von Personen (z.B. Wartebereiche) sind zu Vermeiden. Durch die Veranstaltenden werden vormarkierte Flächen mit breiten Gängen angelegt, je Haushalt/Gruppe/Anmeldung wird ein Feld zur Verfügung gestellt.
  5. Wo möglich, sind Türen offen zu lassen, um mögliche Infektionswege, durch Betätigen der Türklinken, zu vermeiden. Tische, Tür- und Fensterklinken und andere Oberflächen, die von wechselnden Personen genutzt werden, sind zu reinigen / desinfizieren. Die Verantwortung hierüber liegt bei den Veranstaltenden. Die erfolgte Reinigung ist jeweils zu dokumentieren.
  6. Eine Picknickdecke, offene Speisen und Getränke müssen selbst mitgebracht werden. Speisen und Getränke sind nur zum Selbstverzehr gestattet und dürfen nicht andere Personen weitergegeben werden.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Sommerkino - SKIN - 08.08.2020



Im Rahmen unseres Sommerkinos zeigen wir am 08.08.2020 auf dem Gelände des RATS - Kulturzentrums in Obhausen den Film "SKIN", der eine Ausstiegsgeschichte aus der Neonaziszene behandelt. Bitte beachtet unsere Maßnahmen zum Infektionsschutz zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie.

Infos:
Film: SKIN
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=8NO2ZoKcC5o
Einlass: 21 Uhr
Start: 21:30 Uhr
Ort: RATS - Kulturzentrum Obhausen, Am Bahnhof 3, 06268 Obhausen

Infos zum Film:
"Bryon Widner (Jamie Bell) trägt den Hass tief im Herzen und sichtbar auf der Haut. Seine zahlreichen Tätowierungen überziehen Körper, Gesicht und kahlrasierten Schädel – eingebrannte Verbildlichungen seiner Gewalttaten und Zeugnis einer von Hass und Unmenschlichkeit geprägten rechtsradikalen Gruppierung, angeführt von seinen Zieheltern "Ma" Shareen (Vera Farmiga) und "Pa" Fred Krager (Bill Kamp). Als er die dreifache Mutter Julie (Danielle Macdonald) kennenlernt und sie ungeahnte Gefühle der Liebe und Zugehörigkeit in ihm entfacht, beginnt er an seiner Ideologie zu zweifeln. Seinem zunehmenden Verantwortungsgefühl für ihr Wohl und das ihrer Töchter folgend, sucht er Hilfe beim afro-amerikanischen Menschenrechtsaktivisten Daryle (Mike Colter), der nicht nur zur entscheidenden Stütze in seinem schwierigen Prozess des Ausstiegs wird, sondern es ihm auch ermöglicht, seine verräterischen Symbole auf der Haut wieder loszuwerden. Es beginnt ein langwieriger und sehr schmerzhafter Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit..."

Infektionsschutzmaßnahmen:
  1. Das Betreten der Veranstaltungsfläche ist nur mit Mund-Nasen-Abdeckung (textile Barriere, nicht medizinische Alltagsmaske) gestattet. Das Abnehmen der Mund-Nasen-Abdeckung ist nach Erreichen des Sitzplatzes möglich, sofern dies den weiteren Regelungen nicht entgegensteht.
  2. Zur Ermöglichung der Nachverfolgung eventueller Infektionen muss sich jede Person in Anwesenheitslisten eintragen. Diese liegen am Eingang bereit. Hierbei ist zwingend anzugeben: Vor & Nachname, vollständige Anschrift, Telefonnummer. Die Listen müssen über eine Dauer von vier Wochen von den Veranstaltenden aufbewahrt werden und sind dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen auszuhändigen. Nach spätestens zwei Monaten müssen die Listen vernichtet werden.
  3. Bitte achten Sie zwingend auf Husten- und Niesetikette. Hier gilt Armbeuge statt Hand. Bei erkennbaren Symptomen einer COVID-19-Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen ist dem Angebot fernzubleiben. Kontaktieren Sie Ihren zuständige*n Arzt/Ärztin zur Abklärung.
  4. Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern Abstand zu anderen Personen sind im Gebäude und im Außenbereich einzuhalten. Wo dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Sanitär- und andere Räume mit räumlicher Enge sind ausschließlich von einer Person zu betreten. Ansammlungen von Personen (z.B. Wartebereiche) sind zu Vermeiden. Durch die Veranstaltenden werden vormarkierte Flächen mit breiten Gängen angelegt, je Haushalt/Gruppe/Anmeldung wird ein Feld zur Verfügung gestellt.
  5. Wo möglich, sind Türen offen zu lassen, um mögliche Infektionswege, durch Betätigen der Türklinken, zu vermeiden. Tische, Tür- und Fensterklinken und andere Oberflächen, die von wechselnden Personen genutzt werden, sind zu reinigen / desinfizieren. Die Verantwortung hierüber liegt bei den Veranstaltenden. Die erfolgte Reinigung ist jeweils zu dokumentieren.
  6. Eine Picknickdecke, offene Speisen und Getränke müssen selbst mitgebracht werden. Speisen und Getränke sind nur zum Selbstverzehr gestattet und dürfen nicht andere Personen weitergegeben werden.

Samstag, 25. Juli 2020

Testlauf unsere Geschichtsprojekts


Wir befinden uns im 75. Jahr nach der Befreiung vom Nationalsozialismus und die
Aufarbeitung der Verbrechen ist noch nicht einmal ansatzweise abgeschlossen. Meist gibt es nur wenige öffentlich auffindbare Informationen, trotz der im Saalekreis vielfältigen Initiativenlandschaft, die sich mit der Aufarbeitung, des Sichtbarmachens und dem Gedenken beschäftigt, wie z.B. die Geschichtswerkstatt Merseburg und den Heimat- und Geschichtsverein Zöschen.
Aus diesem Grund haben wir uns überlegt eine Plattform zu schaffen auf der wir die Informationen der einzelnen Initiativen sammeln und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Wir entwickelten mithilfe der Programmiersprache Python eine Möglichkeit Inhalte automatisiert auf den Onlineplattformen Twitter, Facebook, Instagram und über den Messengerdienst Telegram zu verbreiten.
Ab dem 26.07.2020 laufen dazu auf den dafür angelegten Kanälen die Langzeittests über einen Zeitraum von zwei Wochen.

Im September möchten wir das Projekt dann offiziell vorstellen, also haltet die Augen offen.

Dienstag, 7. Juli 2020

Bericht "Erst der Flügel, dann die ganze Partei - AfD auflösen!" - 06.07.2020


Am Montag den 06.07.2020 haben wir zusammen mit dem Klinke e.V., dem Sowas e.V., Die Linke Querfurt/Weidaland, Die Grünen Saalekreis und "Das Kollektiv MSH" in Querfurt gegen die Kundgebung der AfD auf dem Markt protestiert. Unserem Aufruf sind ca. 70 Personen gefolgt, was wir für einen Montagabend in Querfurt für beachtlich halten. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die uns unterstützt haben.
Bei der AfD-Kundgebung gab es nicht viel Neues. Dasselbe Publikum, das
sich wie zu erwarten aus verschiedenen Teilen der extremen Rechten zusammensetzte. Seien es die klassischen herumreisenden AfD-ler, Mitglieder der Familie Kubitschek aus Schnellroda oder Neonazis, die bisher unter anderem durch ihre Aktivitäten in der Partei Die Rechte aufgefallen sind. Auch war eine Person [1] Teil der Kundgebung, welche bereits bei den aus dem Neonazi-/Kameradschaftsspektrum heraus organisierten "Gesicht zeigen gegen Asylmissbrauch" Kundgebungen 2015-2017 in Querfurt und Umbgebung, als Bannerträger in Erscheinug trat. Es war nicht verwunderlich, dass die Versammlungsbehörde sich wenig für die Einhaltung der Auflagen bzgl. der Eindämmung der anhaltenden COVID-19 Pandemie auf Seiten der AfD interessierte. Innerhalb der AfD-Kundgebung wurden weder Mindestabstände eingehalten, noch wurde von den Teilnehmer*innen eine Mund-Nasen-Abdeckung getragen. Es konnte auch nicht beobachtet werden, dass sich die Teilnehmer*innen, wie beauflagt, in entsprechende Listen eingetragen und/oder einen Gesundheitsfrageborgen ausgefüllt haben. Auf mehrfache Nachfrage zum Sachverhalt reagierte die Versammlungsbehörde sichtlich genervt. Wir kritisieren diesen Umgang scharf und halten ihn für nicht hilfreich, wenn nicht sogar gefährlich, in der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten.
Abschließend möchten wir sagen, dass wir den Protest gegen die AfD als Erfolg werten. Wir konnten mit vielen größtenteils jüngeren Menschen an einem Montag in Querfurt lautstark und bestimmt zeigen, dass Menschenfeind*innen für uns keinen Platz in der Gesellschaft haben. Wir begreifen dieses Mobilisierungspotential als Ergebnis der engagierten Arbeit, die von den aufrufenden Organisationen seit vielen Jahren geleistet wird und möchten damit alle, vor allem auch in den ländlichen Regionen, ermutigen, aktiv gegen Menschenfeindlichkeiten und für eine bessere Gesellschaft zu streiten. Es
lohnt sich!

PS: Wir können leider nicht auf den Inhalt der Redebeiträge der AfD-Redner (die Moderation durfte immerhin eine Frau machen) eingehen, da unser Protest einfach zu laut war. Dazu finden sich aber ein paar Punkte im Artikel der Mitteldeutschen Zeitung [2].







Sonntag, 21. Juni 2020

Erst der Flügel, dann die ganze Partei - AfD auflösen! - 06.07.2020

Die AfD Saalekreis hat für Montag, den 06.07.2020, um 18 Uhr eine Kundgebung mit dem Motto "Demo für Deutschland" in Querfurt auf dem Markt angekündigt. In der Ankündigung zur Veranstaltung gibt es von Seiten der selbst ernannten "Alternative für Deutschland" die gewohnten Inhalte ... Keine! Zu den Rednern (natürlich nur Männer) zählen neben den lokalen Rechtsaußen der Partei Rick Heinze, Hans-Thomas Tillschneider und Daniel Wald auch der Augenarzt Dr. Motschmann, der seit Beginn der Covid-19-Pandemie sich allen möglichen Rechtsextremen als vermeintlicher Experte zur Verfügung stellt sowie Andreas Kalbitz, der wegen Neo-Naziverbindungen selbst aus der AfD ausgeschlossenen werden soll. In benachbarten Städten wie Merseburg konnte beobachtet werden, welche krude Mischung von Reichsbürgern, Mitgliedern der rechtsextremen Identitären Bewegung und der sogenannten "Neuen Rechten", Kadern diverser rechtsradikaler Parteien, Covid-19-Leugner u.a. von derartigen Veranstaltungen der AfD angezogen wird. Damit positionieren sich der Kreis- und Ortsverband erneut am äußeren rechten Rand einer extrem rechten Partei. Zusammen mit dem Ortsverband von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, KLinke e.V., dem Bündnis "Merseburg für Vielfalt und Zivilcourage", das Kollektiv Mansfeld-Südharz, dem sowas e.V. uvm. wollen wir gegen diese Hetzveranstaltung der AfD protestieren. Deshalb schließt euch uns an, unter dem Motto "Erst der Flügel, dann die ganze Partei - AfD auflösen!", am 06.07.2020 ab 17.30 Uhr in Querfurt.

Hier die letzten Infos zum Protest am Montag den 06.07.2020 gegen die Kundgebung der AfD auf dem Markt in Querfurt.

Wegen der anhaltenden Covid19 Pandemie sind ein paar Regeln zu beachten:
  • Wir müssen die Kontaktdaten der Teilnehmer*innen unserer Kundgebeung erheben (Anschrift, Telefon). Diese Daten müssen wir für den Fall einer Ansteckung von Teilnehmer*innen für das Gesundheitsamt vorhalten. Die Listen werden vom Anmelder vier Wochen aufbewahrt und nach spätestens zwei Monaten vernichtet. 
  • Bitte nehmt nicht an der Kundgebung Teil wenn ihr Symptome habt, mit einer infizierten Person Kontakt hattet oder in den letzen 14 Tagen im Ausland wart.
  • bei der Kundgebung ist ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten und eine Mund-Nasen-Abedeckung zu tragen
  • Die Ordner*innen werden euch zu Beginn noch mal über alles informieren. Bitte haltet euch an diese Anweisungen.
Zur Kundgebung:
  • Unsere Kundgebung wird in Hör- und Sichtweite zur AfD-Kundgebung stattfinden. Bitte bringt Plakate, Transparente und was euch sonst noch so einfällt, um zu zeigen was ihr von den Menschenfeind*innen der AfD haltet.
  • Parkplatz: Bitte nutzt am besten den Parkplatz am Roßplatz 4 neben der Phillip-Müller Schule
  • Unser Kundgebungsort:


#qft0607


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